Montag, 10. November 2014

eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt ....

...und einer neuer spannender Tag startete im Garten Eden. Nach dem gestrigen, wirklich genialen, Tag im Nationalpark war es heute schwierig das ganze nochmal zu toppen. Wir haben es natürlich dennoch versucht, aber nicht ganz geschafft :). Nach einem wundervollen Frühstück im Garten begannen wir uns auf die Fahrt noch weiter Richtung Süden. Im Süden unserer Lodge liegt der Nationalpark Vita. Bei Ebbe sieht einer seiner Strände aus wie eine Waalflosse und man kann auch auf diesen Steinen/Sand rumlaufen. Wir entschliessen uns aber für eine andere Attraktion. Wir buchten bei einem lokalen Anbieter eine wunderschöne Bootstour mit der Prinzess-Juliana. Und so sollte es losgehen. Zuerst fuhren wir die Waalflosse vom Meer aus ab und dann ging es die ganzen Strände entlang. Der Nationalpark besteht nämlich eigentlich nur aus Stränden und viel Wasser. Die Strände sind wirklich wundervoll wie alle anderen die wir bisher auch schon gepostet haben. Hinzu kommt hier eine bemerkenswerte Welt unter Wasser. Zu bestimmten Zeiten kann man auch Waale antreffen und sie hier beobachten. Wir versuchte das auch aber blieben dabei erfolglos. Die gesamte Bootsfahrt dauerte ca. 4 h inklusive eines kleinen Badestopps. Nach der erfolglosen Jagd auf die Dickhäuter kamen wir dann wieder zurück an den Hauptstrand an dem so langsam auch die Flut zurückkam. Dort verweilten wir noch ein Stündchen und genossen einfach die Sonne. Danach ging es ab in die nächste Bar und wir tranken erst mal einen schönen Smoothie :). Als nächstes stand noch ein kleiner Wasserfall auf unserem Programm. Dieser erwies sich aber eher als Reinfall :) und so beschlossen wir dann auch diesen Tag einfach mal abzuhaken. Wir fuhren zurück in unsere Lodge, chillten uns in den Pool und genossen die Annehmlichkeiten von dieser. Abends ging es dann noch einmal raus zu unserem "Stammlokal" von dem wir uns dann direkt auch verabschieden konnten. Ab 16:30 weinte dann auch der Himmel da er wohl wusste dass wir am nächsten Tag den schönen Ort verlassen sollten....und so packten wir unsere Sachen zusammen und liesen den Tag bei einem kühlen Imperial ausklingen....










Freitag, 7. November 2014

Im National Park Manuel Antonio

Unser erstes Naturerlebnis hatten wir bereits gleich nach dem Aufstehen, direkt vor unserer Haustür hat uns ein Kolibri schwindlig geflogen und auf dem Weg zum Frühstück haben wir zum ersten mal einen Tucan in freier Wildbahn hoch über uns im Baum gesehen :-)

Nach einem wunderbaren Frühstück in unserem Urwaldresort ging es dann auf Richtung National Park Mauel Antonio.
Es ist einer der grössten National Parks in Costa Rica und wir hatten Glück. Es waren bereits alle Wege in dem Park für die kommende Hochsaison fertig präperiert und damit in einem super Zustand. 
Am Eingang des Parks empfingen uns erstmal eine Handvoll Ranger oder eher selbst ernannt Ranger, die uns erst mal erklären wollten, dass wir ohne ihre Hilfe kein Tier sehen würden. Auch wenn der eine ganz witzig war und uns mit Moin moin begrüsst hat weil er lange Zeit in Deutschland unterwegs war, haben wir trotzdem dankend abgelehnt. Den Tipp hat uns auch unser derzeitiger Hotelbesitzer gegeben, dass wir sowieso nur darauf achten müssen, wo dann später eine Traube Menschen rumsteht, da wird es dann auch entsprechend Tiere zu sehen geben.
Und so wars natürlich auch... so ging es die ersten 2 Kilometer mit dem Mainstream mit und dann wurde uns die Sache zu überlaiufen, so dass wir erstmal auf einen der kleinen Trails mit Aussichtspunkte auf das Meer aufgebrochen sind. Und siehe da, schon waren fast keine Menschen mehr unterwegs und wir haben auf einmal auch richtig viele Tiere gesehen. (siehe auch Bilderstream)

Auf unserem Weg zurück vom Trail zum Sandstrand haben wir auf einmal einen Brüllaffen im Wald gehört. Wir haben uns dem Schreien immer weiter genähert aber es hat dann trotzdem noch fast 5 Minuten gedauert, bis wir ihn schließlich 20 Meter über uns in einer Palme entdeckt haben. Ich konnte gerade noch ein Video drehen, dann ist er auch schon weiter gelaufen und wir haben ihn wieder aus den Augen verloren.

Auf dem weiteren Weg ist uns dann eine deutsch-schweizer Reisegruppe mit einem deutschsprachigen Costa Ricaner als Reiseführer entgegen gekommen. Wir haben uns erst mal nicht als deutsche zu erkennen gegeben und sind schnell weiter Richtung Sandstrände.
Die Sträne in dem National Park zählen mit zu den schönsten in Costa Rica und das können wir sofort unterschreiben,
Die sind sicherlich auch deswegen so schön, weil es hier nur Badgäste gibt und sonst kein Motorboot, kein Surfer oder sonstigen Wassersportaktivitäten angeboten werden.
Natürlich haben wir die Gelegeneheit dann auch genutzt und sind dort gleich mal Baden gegangen.



Unterbrochen wurde unsere Badessession durch eine neue Tierart - die lustige Waschbären wollten doch tatsächlich an unsere Rucksäcke ran. Laut Steve war ich selten so schnell aus dem Wasser aber damit auch noch rechtzeitig beim Rucksack, so dass sich der Waschbär dann doch beleidigt zurückgezogen hat und dann wieder mit den Mülltonnen vorlieb genommen hat wo er auch einiges an Fressen gefunden hat. Als uns dann beim weitergehen nochmal ein überdimensionales Meerschweinchen entgegenegekommen ist haben wir die Vor- und Nachteile der beiden Tierarten abgewogen, die beide sicherlich ganz am Anfang der Nahrungskette stehen. Bei den Waschbäen wissen wir wenigstes, dass sie gute Kletterer sind und sich so von ihren Fressfeinden noch in Sicherheit bringen können. Beim Riesen-Meerschweinchen denken wir mal, dass sie nur die Tage zählen können bis sie schlussendlich zur Beute werden :-)

 vs 

Im weitere Verlauf ist uns die deutsch-schweizer Reisegruppe nochmal entgegen gekommen. Zielgerichtet habe ich diesmal die beiden Schweizer Seniorinnen mit einem "Grüzi miteinand" beim vorbeigehen begrüsst. Das hat bei der einen gleich ausgelöst, dass sie mich schweissgebadet auf übelstem Schweizer Dialekt angesprochen hat, wie weit es doch noch bis zum Gipfeli sei. Worauf sie sich gleich von ihrer schweizer Mitreisenden einen Rüffel eingehandelt hat, dass sie doch hier nicht jeden auf Dialekt ansprechen kann. Aber nachdem ich es trotzdem verstanden hatte, habe ich dann gleich mal Auskunft erteilt, dass es noch 2 Minten zum Gipfeli sind. Worauf die erste natürlich froh war, dass sie verstanden wurde und ein Ende ihrer Qualen in Sicht waren und die zweite verduzt, dass die erste offensichtlich trotzdem von mir verstanden wurde :-)

Am Ende waren es 11,5 km die Steve und ich dort gelaufen sind. 
Jeder Meter hat sich rentiert, es war wieder mal eine tolle Mischung aus landschaftlichen Eindücken und Costa Ricanischer Tierwelt. 

Auf dem Weg zurück ins Resort haben wir dann noch in einer witzigen Kneipe halt gemacht, die hatten dort ein komplettes Flugzeug und um das Flugzeug herum wurde die Kneipe errichtet. Dort gab es noch einen Kaffee und eine tolle Aussicht zurück auf den vergangenen Tag.

Donnerstag, 6. November 2014

Auf nach Süden...

Pünktlich um 7 Uhr startet wir unsern Boliden und brachen Richtung Süden auf.
Die Autobahn war in einem erstaunlich guten Zustand, wir hatten tatsächlich kein einziges Schlagloch was für uns ein abolutes Novum darstellte.

Irgendwann kamen wir bei unserem Trip an einer Brück vorbei und im Augenwinkel sahen wir beide noch ein Schild "Achtung Krokodile". Verwundert sahen wir uns beide an - häh hatten wir da beide gerade Richtig gesehen? Jetzt wollten wir es wissen - nach der Brück parkten wir unser Auto und liefen zu Fuss zurück auf die Brücke und von da aus sahen wir tatsächlich die riesen Viecher, wie sie sich gerade am Flussufer faul sonnten bzw. einige lauerten im Fluss auf Beute :-)



Danach ging es weiter zum Frühstück in die Küstenstadt Jago.
Jago muss früher mal sehr schön gewesen sein, bis der Amerikaner kam und die Stadt zum Leidwesen der Einheimischen "gringorisierte". Heute ist die Stadt offensichtlich ein Hauptanlaufpunkt für amerikanische Touristen und gilt als Surfhochburg. Wir haben dort lediglich ein schnelles Frühstück eingenommen, in der Zeit einen Amerikaner beobachtet, der in der Zeit in der wir Frühstückten 3 mal mit seinem fetten Rangerover vorbei gefahren ist. Einmal um Kaffee vom anderen Ende der Stadt zu holen, dann um das Frühstück in einer Extrafahrt zu holen und Schlussendlich die Frau in den 300 Meter entfernten Supermarkt zu bringen. Von soviel Dummheit umzingelt haben wir die Flucht nach vorne angetreten und die Stadt wieder verlassen.

Gegen Mittag haben wir unsere Unterkunft für die nächsten drei Tage erreicht - ein sehr schönes 4 Sterne Hotel mitten im Urwald mit weitverteilten Bungalows die lediglich durch eine schöne Parkanlage verbunden sind.
Nach dem Einchecken haben wir uns gleich noch in einen ca. 15 km entfernten Park aufgemacht.
Diesmal wars ziemlich schlammig, es hatte wohl die Tage vorher ziemlich heftig geregnet, aber wir hatten Glück das Wetter hat bei unserem Besuch gut gehalten.


Witzig waren hier die ewigen Ameisenstrassen - oft nur durch ersichtlich, dass jede Ameise ein Teil eines Blattes schleppt und so sieht es in Summe aus als ob sich oft der ganze Boden bewegt.
Jedes dieser grünen Blätterschnippsel hat sich kontinuierlich durch die Ameisen bewegt :-)

Den Abend haben wir dann gemütlich im Hotel ausklingen lassen und noch einige Tipps von unserem Hotelwirt für die nährer Umgebung bekommen.

Mittwoch, 5. November 2014

Montezuma - Nationalpark or into the jungle....

so... nachdem uns dieser Nationalpark bereits einen Tag lang verwehrt worden ist, sollte es heute an unserem Abreisetag endlich soweit sein. Wir brachen relativ früh auf, da wir abends noch zur Fähre auf die andere Seite kommen wollten. Um 7 frühstückten wir bei einem wunderschönen Sonnenaufgang direkt am Strand. Danach ging es ab in unsere tolles 4x4 Gefährt, welches wir selbst für diese Anfahrt benötigen sollten. Den Weg zum Park kannten wir ja bereits von unserer gestrigen Fahrt :) und so ging es relativ schnell. Um kurz nach 8 erreichten wir den Zugang zum Park und siehe da, diesmal war er sogar offen. Wir fuhren noch ca. 1,5 km weiter in den Dschungel hinein, über Stock und Stein, bis wir an einen Parkplatz stießen. Dort angekommen wurden wir sofort von einem kleinen Nasenbären begrüsst, der auf der Suche nach Essen war. Diese nette Wesen schlossen Flo und ich sofort in unser Herz :). Nach einem kleinen Photoshooting ging es dann auch sofort los. Also erst mal den Checkin bezahlen :) und man glaubt es auch nicht, es gibt hier einen Standardpreis für einen Nationalpark, dieser liegt bei ca. 16 $ pro Person, also wie alles hier im Land auch nicht ganz billig. Ok man könnte sagen man bekommt dafür saubere Wege durch den Dschungel, Guides etc. geboten, aber Pustekuchen :). Das einzige was wir erhielten war eine nicht maßstabgetreue Karte der Gegend :). Wir hatten zwei Optionen. Option eins, der kurze Trail für die Noobs, also 2 km durch den Dschungel auf relativ gutem Weg oder den etwas längeren Weg, in Total ca. 10 km durch den Dschungel. Die Option 2 beinhaltete Option 1 und ging dann noch weiter zu einem einsamen Strand den nicht wirklich viele Leute besuchten. Da wir noch etwas Zeit hatten entschlossen wir uns natürlich für Option 2 und so ging das Abenteuer los. Die Wege in diesem Nationalpark waren wirklich nur sehr schlecht ausgebaut und so glich es eher einem Schlagen des Weges durch den Dschungel. Man lief eher in einem Bachbett als in einem Weg und auch die Beschilderung hielt sich in Grenzen. Da wir aber, wie immer, technisch sehr gut ausgestattet waren :) sollte auch dieses Problem für uns keins sein. Das schöne daran war, die Natur wirklich so zu sehen wie sie wirklich ist und so boot sie uns wunderschöne Einblicke in die Fauna und Flora. Nach fast 1,5 h kamen wir dann an unserem Ziel an, dem verlassenen Strand. Dieser war auch wunderbar, die Wellen Schlugen an Land, es lag einiges an Treibgut herum und die Pelikane flogen über unseren Köpfen hinweg.
Dort verweilten wir einige Zeit, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Auch dieser nahm fast 1,5 h in Anspruch und so kamen wir komplett durchgeschwitzt wieder an der Rangerstation an. Alles in allem ein wunderbarer Trip :). Ich sag mal wir hätten auch ein bisschen schneller sein können :) aber da wir immer auf der Hut vor den bösen Schlangen waren :), hat es ab und an etwas länger gedauert.

Nachdem wir durch den Park durch waren, ging es auf den Rückweg nach Montezuma. Dort gab es noch was zum Mittagessen und dann machten wir uns auf den Weg zur Fährstation. Da aktuell eine Fähre defekt ist :), fährt nur noch ein Schiff und somit auch nur noch alle 4 h. Dies hat zur Folge, dass man nicht mehr ganz so flexibel ist. Wir haben die Abendfähre um 17 Uhr genommen um dann in Puntarenas noch zu übernachten. Bei Nacht in diesem Land zu fahren ist etwas schwierig :) deswegen setzten wir über, aßen dort noch was bei unserem neuen Lieblingschinesen :) und dann ging es auch schon ab ins Bett um am nächsten morgen früh Richtung Süden aufzubrechen :).
















Dienstag, 4. November 2014

BESTOF Bilder von unserer Reise

Hi,

für alle die das Prozedere noch nicht kennen: unsere BestOf Bilder finden sich immer unter folgendem Link

Hier gehts zu den besten Bildern unserer Reise :)

Der Link findet sich auch auf der rechten Seite in der Navigation ganz oben.

Diese Bilder werden immer upgedatet also einfach hin und wieder mal reinschauen :)

Die Dschungelprüfung

Der Plan war heute in das Reserva Natural Cabo Blanco zu gehen. Ein Naturreservat das schon seit ca. 30 Jahren existiert und in dem man Natur und Tierwelt in aller Ruhe besichtigen kann.

Deshalb sind wir zeitig los und haben unseren Geländewagen heute wieder mal ausgiebig auf unbefestigten Schotterpisten testen können.
Doch leider haben wir den Wagen heut vergebens durch den Dreck gequält, das Reservat hat nämlich Montag und Dienstag geschlossen. Leider wusste das im Dorf auch vorher niemand - naja kein Problem wir hatten ja noch eine Alternative -  3 Wasserfälle im Dschungel die man sich erwandern kann.

Also sind wir dorthin und durften erst einmal über den Baumwipfeln wandern um dan richtig in den Dschungel einzutauchen.

Dort wurden wir auch gleich mal anhand eines Hinweisschildes einer dort vorkommenden giftigen Schlangenart auf die Gefährlichkeit des Unterfangens sensibilisiert.

Nach ca. 20 Minuten Fussmarsch kamen wir an einer Stelle raus, wo man mitten im Fluss stand. Die Aussicht war herrlich, dort haben wir auch Affen im Baum beobachten können. Aber vom Wasserfall war noch weit und breit nichts zu sehen also ging es weiter.
Auf dem weiteren Weg haben wir dann eine ca. 80 cm lange Echs auf angetroffen die den gut ausgebauten Weg und Brücke auch nutzen wollte.

Nach weiteren 10 Minuten Fussmarsch hat sich dann schon das getöse des Wassers unüberhörbar bemerkbar gemacht und wir hatten den ersten Wasserfall erreicht.
Dort wurde uns dann mitgeteilt um den zweiten Wasserfall überhaupt sehen zu können muss man in den ersten reinspringen und dann das Becken bis zu ende schwimmen, dann kann man die 15 Meter des zweiten Wasserfalls sehen aber aufpassen, dass man nicht runterfällt. Obwohl hier angeblich das Springen laut Ticketverkäuferin ganz am Anfang des Parks auch möglich gewesen wäre...

Naja für uns waren die 4 Meter vom Wasserfall 1 erstmal genug und so haben Steve und ich unsere erste Jungelprüfung abgelegt und sind den Wasserfall runter in das Becken gesprungen.
Hier war weniger das Springen das Problem sondern eher all das Getier das uns vorher schon im Dschungel begegnet ist gibt doch eher ein ungutes Gefühl bei so einem Sprung ;-)

Am Ende hat es uns aber Spass gemacht und so sind wir gleich paar mal gesprungen...




Nach der Badesession und der Besichtigung von Wasserfall 2 am Ende des Beckens von Wasserfall 1 ging es dann weiter zu Wasserfall nr. 3. 
Den konnte man am Ende nur erreichen indem man durch den Fluss zurück lief. Zum Glück hatten wir unsere Taucherschuhe dabei, was die Sache schon erheblich vereinfachte.
Die Aussicht war auch hier wieder herrlich allerdings waren hier auch deutlich mehr Touristen als oben wo wir fast alleine waren und so sind wir dann bald weiter und den Weg durch den Dschungel wieder zurück zum Auto.
Das war jedenfalls eine tolle Alternative für den eigentlich geplanten National Park was wir beide auch so nicht erwartet hatten.

Den Nachmittag haben wir dann schön gemütlich am Strand verbracht und dort die verschiedenen frisch zubereiteten Säfte und Milchshakes getestet und den Nachmittag mit einem ausgiebigen Strandspaziergang ausklingen lassen.



Plan vs. Reality

...nach unserem ersten Tag zum eingewöhnen in CostaRica mit Vulkanen und netten Tieren sollte es heute morgen so richtig losgehen. Geplant war die Fahrt zu den größten Wasserfällen von CostaRica und danach die Weiterfahrt zu einer sehr interessanten Lodge im Norden zur Beobachtung von Tieren, nahe an der Grenze zu Nicaragua. Hochmotiviert starteten Flo und ich in den Tag, dank des Jetlags, war das frühe Aufstehen auch kein Problem und so war um kurz nach 7 das Auto bereits gepackt und wir saßen beim besten Frühstück von ganz CostaRica. Kurz bevor wir aufbrechen wollte kam unser Reiseleiter Kalle nochmal bei uns vorbei und meinte er müsse uns noch kurz was sagen: "Wir seien doch spontan und flexibel :)".... wenn etwas so in der Arbeit beginnt ist das meistens nichts Gutes :). Na ja auch hier ist es nicht wirklich gut aber nicht ganz so schlimm :). Kalle erklärte uns mal die Welt von CostaRica. Aktuell haben wir sehr starken Regen der von der Karibikküste in das Landesinnere drückt. Dies führt dazu dass einige Straßen auf Grund von Erdrutschen etc. nicht mehr befahrbar sind außerdem ist das Wetter wirklich schlecht und es macht wenig Spaß im Regen durch den Urwald zu stapfen :). Darüberhinaus gibt es auch hier, ähnlich zur Gewerkschaft in Deutschland mit der Bahn, eine Gewerkschaft der Brummi-fahrer, die mit Ihren Trucks aktuell die Hauptstraßen blockieren um auf sich aufmerksam zu machen. Dies alles führte dazu dass wir unseren eigentlich Plan über den Haufen schmeißen durften. Na ja so wie im realen Leben halt auch, man plant etwas, es kommt anders als man denkt und die Realität überholt den Plan. Da wir beide aber grundpositive Menschen sind (na gut also ich arbeite zumindestens dran) beschlossen wir den Ratschlägen von Kalle zu trauen und brachen Richtung Westen auf. Dies hat den Vorteil das zwischen den Wolken und uns ein hohes Gebirge hängt und wir somit die Sonne weiter auf unserer Seite haben, auch wenn uns dies am Ende wahrscheinlich einen ganzen Tag Fahrzeit kosten wird. So ging es mal wieder ab auf die Bahn und wider unseren Vermutungen war die Autobahn gar nicht so verkehrt und wir schafften fast einen Schnitt von 50 km/h, was für dieses Land wirklich utopisch ist. Unser Weg führte uns auf direktem Weg über die Panamerikana nach Puntarenas einer kleinen Hafenstadt von der aus eine Fähre auf den westlichsten Teil von CostaRica übersetzt. Eigentlich sollte diese Fähre alle zwei Stunden fahren, also auch kein Problem. Beim etwas genaueren googeln stellte sich heraus, es gibt einen offiziellen und einen inoffiziellen Fahrplan. Der inoffizielle Plan besagte, dass die Fähre nur noch alle vier Stunden fährt. :( dies war eher eine schlechte Nachricht da wir vom Landeort aus noch ca. 2 h auf holbrigen Straßen unterwegs sein sollten und noch gar keine Unterkunft hatten. Damit hatte Flo eine Mission. Der Wagen muss um spätestens 1 Minute vor 11 am Landesteg stehen und wer den Flo kennt, der macht das was er tuen muss. Um eine Minute vor 11 kamen wir an der Fähre an, ich sprang noch raus zum Bäcker, nein nicht was Ihr denkt, natürlich um das Ticket für die Fähre zu kaufen oder was würdet Ihr beim Bäcker holen und so ging es dann ab...
Wir dachten es wär eine sehr sehr kleine Fähre aber am Ende ist das hier ein riesen Kahn mit keine Ahnung wievielen Autos und zwei Decks nur für Autos. Das Auto im tiefen Laderaum verstaut, hatten wir Zeit die Aussicht zu geniessen und so ging es durch einen weiteren Nationalpark hindurch auf die andere Seite. Der Landesteg war sehr sehr abenteuerlich. es gab nur eine kleine Brücke über die alle Fahrzeug und auch die Passagiere runter mussten. Von dort ging es über eine Bergstrasse raus auf die normalen Straßen von Costa Rica. Normale Straßen unterschieden sich zu den Pisten hier in dem Thema Straßenbelag. Die normalen Straßen sind geteert haben dafür aber mal mehr oder weniger harte Schlaglöcher. Pisten sind meistens aus Schotter oder purer Erde und bestehen nur aus Schlaglöchern, die man aber schneller befahren kann. Unser kleiner 4x4 hat bisher super Arbeit geleistet und so kamen wir gut in Montezuma an. Falls einer der Mitleser weiss woher das Thema "Montezumas Rache" kommt, bitte kurz kommentieren, es würde uns wirklich sehr interessieren. Ein Hotel war sehr schell gefunden und so konnten wir den kleinen Surferort ins Herz schließen. Ein Strandsparziergang rundete den Tag ab, bevor wir den Abend mit einigen Imperial am Strand ausklingen liesen....