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Dienstag, 19. November 2013

Letzter Tag in Hanoi

Nachdem wir mit nur 30 Minuten Verspätung um 0530 am Bahnhof Hanoi  angekommen sind ging es nach einem Frühstück und einer amerikanischen Dusche gleich weiter auf den letzten Programmpunkt in Hanoi - die Stadtrundfahrt.
Highlight war hier sicherlich der Besuch des Ho Chi Minh Mausoleums. Mit dem Besuch hatten wir Glück, das Grab ist jährlich 2 Monate geschlossen, weil da Genosse Ho nach Russland muss, um sich dort von den Spezialisten wieder einbalsamieren zu lassen und erst vor zwei Tagen wurde es wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Derartig frisch geflegt durften wir uns dann Ho Chi Minh nach einer kilometerlangen Schlange unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen - ca. alle 5 Meter steht ein bewaffnetet Soldat - bereit zum Abschuss, wenn man nur an seinen Fotapparat denkt geschweige es wagt ihn zu benutzen oder nicht ehrfürchtig genug am Onkel Ho vorbei läuft.
Auf speziellen Wunsch des Kameraden Ho Chi Strecker wird an dieser Stelle unser neuer Lieblingssong verlinkt Ho ho ho Chi Minh

Danach ging es noch in die Parkanlage in der Genosse Ho gewohnt und regiert hat.
Im Anschluss daran stand das Museum für ethnische Minderheiten auf dem Programm. Hier war vor allem der Außenbereich interessant, wo einige Originalhäuser nachgebaut waren.
Nach dem Mittagessen ging noch in die älteste Universität der Stadt, was hauptsächlich aus einer alte Tempelanlage besteht. Witzig war, dass offenbar alle Uni Absolventen dort hin kommen um ihr offizielles Abschlussfoto zu machen und das scheint genau an dem Nachmittag gewesen zu sein. Also teilten wir uns die Anlage mit ca.2000 Studenten, die fleißig am posen und Bilder schießen waren.
Krönender Abschluss war der letzte Besuch in unserem Lieblingsrestaurant im 5. Stock im Herzen von Hanoi mit Blick auf den chaotischsten Kreisverkehr von ganz Vietnam :-)
Somit war auch Hanoi komplett erkundet und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen für das nächste Abenteuer - Kambodscha und das Angkor Wat steht als nächster Programmpunkt auf der Agenda :-)

Freitag, 1. November 2013

City Tour Saigon

Wegen den Halloween Feierlichkeiten war es in der Nacht auf den Straßen zwar extrem laut, dank den langen Flugzeiten, ein paar Bier dem Jetlag und einer gewissen Erschöpfung war es dennoch kein Problem durchzuschlafen.
Nach einem kleinen Frühstück in einer Seitenstraße in der Nähe vom Hotel haben wir uns dann zu unserem Reisebüro aufgemacht. Bis dorthin waren Steve und ich  kurzeitig zigfache Multimillionäre, weil wir einen Teil des Reisepreises ca. 26 Millionen! in bar! bezahlten ;) Leider handelt es sich hier nur um das vietnamesische Flocken Monopoly Spielgeld. Mit dem Geld hier geht selbst ein Restaurantbesuch in die hunderttausende, da muss man sich erst mal dran gewöhnen :-)
Vom Reisebüro aus ging es dann auf dir geführte Bustour durch Saigon. Wie sich mittlerweile zeigt keine schlechte Entscheidung, da es hier in Saigon im Gegensatz zu Indien oder Thailand kein einziges Tuktuk gibt und damit als alternative nur Taxis bleiben, die aber wesentlichen teurer als der Bus sind und auch nicht schneller vorwärtskommen.
Die Vietnamesen sind überzeugte Motorrad bzw.  Rollerfahrer. Angeblich gibts das günstigste bereits für 200 Dollar und jeden Tag werden 500 neue Roller alleine in Saigon zugelassen. 6 Millionen von den Dingern fahren hier rum - es ist eigentlich fast unmöglich die Strasse zu überqueren, weil ein unendlicher Strom von Rollern dies verhindert. Möglich wird es durch die sog. Fischschwarm-Taktik. Dazu läuft man einfach auf die Strasse und wird ähnlich einem Fischschwarm von den Rollern umhüllt die einem dann ausweichen. Hat bisher prima funktioniert man muss lediglich drauf achten, dass in dem Rollerschwarm kein Auto mit ankommt, weil dann wirds mitm Ausweichen schwer.

Vormittags stand der Besuch einer buddhistischen Tempelanlage, ein Marktbesuch in Chinatown sowie der Besuch eines Kunstladens auf dem Programm. Nachmittags ging es mit ehemaligen Präsidenten Palast, der Saigoner Version von Notre Dame und dem War Memorial Museum weiter. Gerade letzteres war mit einigen Fotos aus der Kriegszeit und den Spätfolgen der Vergiftung der Bevölkerung durch den amerikanischen Agent Orange Einsatz doch sehr bewegend. Das Entlaubungsmittel der Amerikaner wurde eingesetzt um feindliche Truppen durch Zerstörung der Vegetation besser aufspüren zu können. Leider hatte das Mittel verherende Schädigungen des Erbguts der Zivilbevölkerung zur Folge und dementsprechend kam es selbst Jahrzehnte später immer wieder zu schwersten Behinderungen bei Neugeborenen.
Passend zu dem Thema hat dann während dem Museumsbesuch auch kurzzeitig heftiger Regenfall eingesetzt, der teilweise komplette Strassenzüge unter Wasser setzte. Seitdem wissen wir: jeder Rollerfahrer hat auch noch seine entsprechende Regenkleidung immer dabei :-) Wir haben die Zeit beim Abendessen auf einer überdachten Terasse im 3 Stock über den Strassen von Saigon überbrückt.
Später sind wir dann noch zu einer Skybar in der Nähe des Hotels aufgebrochen um im 27. Stock die Aussicht noch etwas besser sehen zu können.  Es war nicht ganz so einfach reinzukommen und hat auch etwas Abstimmung miz dem Personal und eine Korrekturschleife benötigt um uns entsprechend dem Dresscode des pseudo nobel Schuppen zu kleiden, aber am Ende waren wir dann doch auf der Rooftop Skybar und konnten den Ausblick über Saigon genießen :)
Fazit Tag 1: Highlights von Saigon haben wir gesehen, am Ende der Reise landen wir wieder hier und haben nochmal 1,5 Tage für weitere Erkundungen. Morgen gehts erstmal weiter ins Mekong Delta.